02.02.2018 / Medien / / , , ,

Portrait von Markus Hungerbühler im Magazin Display

Wählen im Zeichen des Regenbogens.

Text von Christian Waefler

Am 4. März wählt die Stadt Zürich ihren Stadt- und Gemeinderat. Für die Exekutive der grössten Schweizer Stadt treten drei Community-Member an. DISPLAY fragte u.a. Markus Hungerbühler, wie er sich für LGBT-Anliegen engagiert.

Markus Hungerbühler, CVP, kandidiert für den Stadtrat von Zürich. Er kämpft politisch für die Community, ist aber nicht links wie viele Schwule. Hungerbühler beweist, dass auch Bürgerliche schwule Anliegen vertreten können.

Markus Hungerbühler ist motiviert, in den Stadtrat einzuziehen, «weil man in der Regierung mehr bewegen kann als im Parlament – auch für Schwule und Lesben». Er hat sich schon als Gemeinderat für LGBT-Anliegen engagiert, zum Beispiel für die Schaffung von sicheren Unterkünften für schwule Flüchtlinge. Hungerbühler denkt, dass man schwule Anliegen nicht einfach der Linken überlassen sollte, da sollten auch bürgerliche Kräfte mitziehen – erst so gewinnen LGBT-Anliegen eine breite Mehrheit.

Ein HERZ FÜR DIE COMMUNITY |
Hungerbühler hat grosses Verständnis für aktuelle schwule Postulate. So wäre der CVP-Kandidat auch bereit, dass die Stadt Hate Crimes registrieren sollte. «Denn», so Hungerbühler, «ich bin ja für schwule Anliegen nur schon dadurch motiviert, dass ich im Vorstand der HAZ dafür kämpfe. So will ich mich dafür engagieren, dass die Stadt das Projekt Regenbogenhaus finanziell unterstützt.» Auch für ein Projekt Altersheim speziell für Schwule möchte er die Stadtkasse öffnen. Er hat ein Herz für die Community.

WAHL-WERBESPOT |
Welches sind die Schwerpunkt-Anliegen von Hungerbühler? Hier sein Werbespot für seine Wahl: «Ich setzte mich ein für gleiche Rechte für alle – und das auf allen Gebieten.» Das gilt natürlich «vor allem für die Gleichberechtigung der Community, zum Beispiel für finanzielle Massnahmen für Regenbogenfamilien und den Gleichstellungsplan». Hungerbühler engagiert sich aber auch für eine soziale Gesellschaft: «zum Beispiel für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für finanzschwache Bürger».

GLEICHE RECHTE FÜR ALLE! |
Schwule sind trendy und fahren auch Velo, das wird ja von der Stadtregierung privilegiert. Hungerbühler findet das zwar okay, aber es gibt auch Schwule, die Auto fahren. «Deshalb», so Hungerbühler, «braucht es gleiche Rechte für alle, auch im Verkehr, das heisst ein reibungsloses Nebeneinander der verschiedenen Verkehrsträger und keine Privilegien». Hungerbühler ist auch dagegen, dass Hausbesetzer in Zürich schonend behandelt werden. «Gleiches Recht für alle gilt auch bei Hausbesetzungen.»

GAYS PRO HUNGERBÜHLER |
Markus Hungerbühler politisiert bei der CVP, «weil diese Partei nicht polemisiert, aber dafür lösungsorientiert politisiert und ethische Werte verteidigt». – So geht der Stadtratskandidat Hungerbühler davon aus, dass die Schwulen ihn, den bürgerlichen Kandidaten, unterstützen werden. Warum? «Weil ich zur Community gehöre und mich tatkräftig für sie einsetze – gerade auch als Bürgerlicher.»

REGENBOGEN-LIFESTYLE |
Innerhalb der CVP fällt Hungerbühler durch seinen Lifestyle auf. Er ist verpartnert und hat zusammen mit seinem Mann eine kleine Tochter von einer Leihmutter. Hungerbühler: «Ich habe deswegen in der Partei kaum negative Reaktionen bekommen – im Gegenteil.» ||

POLITISCHES PROFIL MARKUS HUNGERBÜHLER, 43

Stadtratskandidat CVP
> Seit 2011 Gemeinderat der Stadt Zürich
> Seit 2008 Parteipräsident der CVP der Stadt Zürich
> Seit 2013 Vizepräsident der CVP des Kantons Zürich
> Seit 2014 Leiter Fachgruppe LGBTI der CVP Schweiz

Quelle: display-magazin.ch