16.10.2017 / Wocheninterview / /

«Eine grossartige Idee»

Markus Hungerbühler, nach neun Siegen in Serie fehlte es der Schweizer Fussballnati mit 0:2 an so vielem in Lissabon. Sind Sie enttäuscht?

Natürlich bin ich enttäuscht. Ich hätte mir gewünscht, unsere Fussballnati würde zumindest ein Unentschieden hinkriegen. Denn nach neun Siegen in Serie hätte es auch beim zehnten Mal klappen können. Doch offensichtlich hat es nicht sein sollen.

Der katalanische Ministerpräsident Carles Puigdemont hat die Ausrufung der Unabhängigkeit erst einmal verschoben, um Madrid zu Verhandlung zu zwingen. Ist das ein kluger Schachzug?

Das muss sich erst noch weisen. Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Er wird nun von der Zentralregierung massiv unter Druck geraten, da er innert weniger Tage Antworten auf offene Fragen liefern muss. Puigdemont droht sogar die Verhaftung.

Im Kanton Zürich ist im September die Arbeitslosigkeit auf 3,3 Prozent gesunken. Was macht der Kanton richtig?

Es zeigt sich vor allem, dass die Wirtschaft in unserem Kanton läuft. Richtig macht der Kanton viel. Es gilt aber, das ist ganz entscheidend für die Zukunft, die guten Rahmenbedingungen zu erhalten.

Eine Gruppe von Architekten schlägt vor,  an den Fassaden des  Swissmill-Silos die höchsten urbanen Kletterrouten in Zürich-West zu realisieren, sofern die Besitzerin und die Behörden zustimmen. Sollen die Behörden zustimmen?

Ja, das sollen sie. Ich finde diese Idee, die auf Eigeninitiative beruht, grossartig. Es wäre bedauerlich, wenn nun wieder Bedenkenträger kämen und überall Steine in den Weg legen würden. Private Initiativen sind zu fördern. Das gilt auch bei dieser Idee einer Kletterroute auf den Swissmill-Silo.

 

Interview: Anton Ladner | Redaktionsleiter «Doppelpunkt»